Pille, gynefix, Abszess, Sepsis,Kyleena, jetzt Kupferspirale?

Alles rund um die Verhütungsmittel aus Kupfer.

Benutzeravatar
Covcawa
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 16.01.2021, 14:24

Pille, gynefix, Abszess, Sepsis,Kyleena, jetzt Kupferspirale?

Beitragvon Covcawa » 16.01.2021, 15:16

Hallo meine lieben 😊

Ich bin 22 Jahre alt, bin 1,76m groß und 71 kg schwer. (Mittlerweile).

Ich möchte euch hier meinen Leidensweg beschreiben und hoffe, die Kupferspirale wird ihn beenden. Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte von euch freuen!

Mein Leidensweg begann mit 17. Damals wurde mir von meiner gyn die Pille (desofermine 30) verschrieben. Ich wurde durch die Pille ziemlich schwach. Traurig. Hysterisch. Antriebslos und bekam eine sehr starke Akne, obwohl ich immer eine sehr schöne Haut hatte. Vor der Pille wog ich 56 kg, welche sich nach 2 Jahren mit Pille aber auf 80!!! Kg erhöhten. Obwohl ich meine Ernährung nie umgestellt hatte. Ich ging oft zu meiner gyn, jedoch meinte sie, das könne damit nichts zu tun haben.


Ich dachte mir allerdings, dass es von der Pille kommen könnte. Deshalb wechselte ich meine gyn, ließ mir sofort die gynefix einsetzen und nahm die Pille nichtmehr. Mir ging es großartig!

Nun aber zum Problem! Ich war damals mit meinem ersten Freund zusammen. Wir waren beide noch jungfraulich. Vor der gynefix wurde ein Abstrich gemacht. Chlamydien ect waren nicht vorhanden. Jedoch hielt mein damaliger Freund wohl nicht viel von Monogamie , da ich nach einem Jahr Tragezeit der gyn plötzlich unglaubliche Schmerzen hatte. Also- direkt wieder zum gyn. Sie fand nichts, Ausser einer "Zyste". Sie verschrieb mir Gelbkörperhormone, um sie loszuwerden. Half nichts. Die schmerzen waren unerträglich. Ich fühlte mich, als würde ich bald sterben. Was sogar tatsächlich garnicht so abwägig war!!

Es kam so weit, dass ich ins Krankenhaus kam. Im Krankenhaus wurden extrem hohe Entzündungswerte festgestellt. Ich hatte eine schwere Sepsis und niemand hat gewusst woher sie kam!!! Ich wurde 2 Wochen mit starken Antibiotika und starken Schmerzmitteln dabehalten. Den Ursprung hatte niemand gefunden und ich wurde entlassen.


Zur Entlassung ging es mir schon wesentlich besser, also ging ich, ohne mir weiter Gedanken zu machen. Das änderte sich nach 2 Wochen, als es mir sogar noch schlechter ging, als beim ersten KH besuch. Ich wurde nicht ernstgenommen!! Erst wollten sie mich mit neuen Antibiotika wegschicken, aber ich behaarte darauf, stationär aufgenommen zu werden. Daraufhin wurde mir wieder Blut abgenommen und es wurde erneut festgestellt, dass ich eine Sepsis habe.

Sie wollten mir das gleiche Prozedere unterjubeln wie beim ersten Mal, bis es bei mir auf einmal Klick gemacht hat. Ich bat darum, die "Zyste" wegzuoperieren. Daraufhin wurde mir gesagt, dass eine Zyste die Entzündungswerte nicht steigern könne. Ich plädierte aber darauf, da die stechenden Schmerzen, die jede Bewegung unmöglich machten, bestimmt von der "Zyste" kommen. Am nächsten Tag hatte ich also die OP, die 45 Minuten dauern sollte. Tja. Es waren dann aber 7 Stunden!! Und es war keine zyste, sondern ein sich entleerender Abszess!!! SIE HATTEN IHN NICHT GESEHEN!!! SIE HATTEN EINE ADNEXITIS NICHT FESTSTELLEN KÖNNEN! DANKE IHR ÄRZTE!!!

ich hätte jeden Moment sterben können. Der Grund dafür? Chlamydien! Die Chlamydien hatten sich so ausgetobt, dass mein ganzer Körper in Mittleidenschaft gezogen war. Durch die Kupferkette, die mir zu "tief" in den Muskel eingesetzt wurde, griffen sie sogar meine Leber an und ich hatte eine perihepatitis. Danke an meinen Exfreund, der beim Fremdgehen nichtmal den Anstand hatte, ein Kondom zu verwenden.

Die Kupferkette musste gezogen werden, da auch sie von den Chlamydien besiedelt war. Die Schlaufe, mit der sie befestigt war, musste in einer kleinen OP entfernt werden, da sie sich vom Rest gelöst hatte. (Wahrscheinlich durch den Chlamydien-frass. Wirklich erklären konnten sie es nicht.)


Ich war eigentlich mit der Kupferkette komplett zufrieden, wären die Chlamydien nicht gewesen und ich hätte sie mir wieder eingesetzt, wenn meine Gebärmutter noch so stabil wäre wie einst. Im Krankenhaus wurde mir gesagt, ich sollte mir nichtsmehr in den Muskel hängen, da meine Gebärmutter an dieser Stelle wohl nun sehr empfindlich sei. An Verhütung oder gar Beziehungen wollte ich aber garnicht denken. Ausserdem hiess es, ich sei zu 99,9 Prozent unfruchtbar. Pustekuchen.


Wie es das Schicksal so will, lernte ich nämlich bald darauf den Mann meiner Träume kennen. (Klingt kitschig, aber tatsächlich ist er das).

Wir verhüteten 4 Monate mit Kondom, wegen meiner Chlamydien Vorgeschichte. Da man aber seinen Partner aber auch spüren will, schickte ich ihn zum Urologen, um sich auf alles testen zu lassen. Der Abstrich zeigte: er hatte keinerlei Krankheiten, hurra!

Da ich sowieso " unfruchtbar " war, dachte ich, wir müssen ja nicht verhüten. Tja, gleich im nächsten Monat war ich schwanger. Leider ist es aber in der 9ssw abgegangen. (Trotzdem haben die Ärzte einen totalen Schwachsinn erzählt! Es hiess, jede Schwangerschaft, die ich kriegen würde, wäre eine Eileiter ssw wegen der Verklebung, aber nein, es war eine normale Schwangerschaft!)


So. Nun musste ich mich wieder mit Verhütung auseinandersetzen. Mein Arzt schwatzte mir die Kyleena auf, da die Hormone nur lokal wirken. Schwachsinn. Durch die Verdickung des Pfropfen würden keine Bakterien durchkommen. (Grenzt bei meiner Vorgeschichte schon was an Manipulation, da sie meine Geschichte kannte!)
Den Beipackzettel bekam ich nie zu Gesicht.


Es wiederholten sich die gleichen Beschwerden wie mit der Pille. Jetzt habe ich das Ding immernoch liegen , aber lasse es mir nächste Woche Freitag ziehen. Ich freue mich schon!


Jetzt zum Abschluss... Was denkt ihr über die Kupferspirale? Ja oder nein? Ich will keine Hormone mehr und dank meiner nun etwas weniger stabilen Gebärmutter kommt die Kette nichtmehr in Frage.


Vielen Dank und viele Grüße

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste