Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

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Butterfly09
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Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Butterfly09 » 13.04.2012, 11:09

Hallo zusammen,


Da ich derzeit keinem Frauenarzt hier vor Ort wirklich traue und nun ein wenig ins grübeln komme, würde ich gerne mal Euch nach eurer Meinung fragen.

Und zwar nehme ich seit gut 1 Jahr und ca. 2 Monaten die Dreimonatsspritze. Ich habe sehr lange und ausführlich mit meiner Frauenärztin damals darüber gesprochen. Sie klärte mich auch über die Nebenwirkungen und co auf. Somit bekam ich die Dreimonatsspritze und wartete ab, was passieren würde. Nämlich gar nichts. Mir ging es prima. Keine Blutungen, keine Beschwerden. Es verlief genau wie geplant, ich hatte beruflich keinerlei Probleme mehr. Deswegen und wegen starken Krämpfen stieg ich von der Pille auf die Dreimonatsspritze um.

Ca. ein halbes Jahr später zogen wir berufsbedingt um und ich musste mir schweren Herzens einen anderen Frauenarzt suchen. Wäre lieber bei meiner Ärztin gelieben, da ich bei ihr immer sehr gut aufgeklärt wurde und ich nie etwas ernsthaftes hatte. Ein top Gesunder, junger Mensch. So, da ich aber nicht zu jedem Arzt konnte, da ich wegen der Spritze ja nun ein wenig unter Zeitdruck stand, konnte ich nur zu einem Frauenarzt. "Uh" zum Mann - war ja gar nicht meine Welt. Naja egal. Ich sagte bereits am Telefon, welche Spritze ich bekommen hatte und das ich diese wieder haben möchte. "Ja kein Problem". Ich bezahlte die Spritze in der Praxis (war bei meiner alten Ärztin auch so) und war so doof, mich darauf zu verlassen, das ich die richtige bekommen würde. Leider sah ich erst nach dem Spritzen, das die Spritze eine ganz andere war. Sicher, war ich mir aber nicht. Als ich fragte, wann mein nächster Spritztermin sei, bekam ich die Antwort "Jaaa, ende -anfang des Monats, kommen sie wie sie wollen" :shock: Total durcheinander, das ich ja schlag genau alle 12 Wochen die Spritze brauchte, machte ich noch keinen Termin und rief bei meiner alten Ärztin an. Diese war total fassungslos "machen sie das bloß nicht". Sie rechnete mir schnell den nächsten Termin aus und an dem Tag legte ich den nächsten Spritztermin.

Plötzlich bekam ich 7 Tage vor der nächsten Spritze ein ziehen und kneifen im Unterleib. Was ich sonst nie hatte. Gut, ich legte es am Stress ab und ging wieder zum Spritzen. Ich muss dazu sagen, das die Spritze immer schon fertig auf dem Tisch lag. Eine Verpackung hab ich nie gesehen. Also fragte ich einfach mal, ob es sich um meine Spritze handeln würde. "Ja ja" und er setzte die nächste. Einen Monat später bemerkte ich plötzlich eine Beule im Scharmbereich. :shock:

Zu diesem Arzt wollte ich aber nicht mehr. Und bei einer anderen Ärztin hatte ich erst in 3 Monaten einen Termin bekommen. Einige Wochen später musste ich auf der Arbeit dann feststellen, das ich blutete. Diese Beule war aufgegangen und ich hatte nichts da. Ich lies mich promt von der Arbeit abholen. Die Beule war innerhalb von 2 Tagen verschwunden. Ach und zwei Pilzinfektionen hatte ich auch noch zwischen drin. Guten Morgen.

Nun ja, dann war ich im Januar bei der anderen Ärztin und sie untersuchte mich. "Ja alles Ok". Ich berichtete ihr von der Beule, sie sah es sich an und sagt mir ganz trocken ins Gesicht, das ich eine Zyste hatte, ich noch glück gehabt hatte das es "nur" ein Blutstau ohne Folgen gewesen wäre. :shock:

Dann bekam ich mein Rezept, stapfte in die Apotheke und bekam meine Spritze, die ich von früher auch kannte. Ich die apothekerin gefragt, ob diese Spritze auch in anderen Verpackungsfarben geben würde. Ich habe das gefragt, weil die Spritze bei dem anderen Arzt Lila war und ich mich nicht dran erinnern konnte, das meine jemals Lila war. "Neee, die gibt es nur so, wie sie die hier liegen haben". Aha
Auch die Sprechstundenhilfe sprach ich auf die Spritze an. "Nein, die war schon immer ganz genauso, wie sie die hier haben." Sie holte die Spritze raus und ich war doch verwundert über die "farblosigkeit" der Spritze (nicht der Inhalt). Sie war verwundert und fragte mich, warum ich sie das gefragt habe. Ich erklärte ihr meine Sorge, die falsche Spritze bekommen zu haben. Welches sie mir leider bestätigen musste. Ich hatte also von dem "Zwischenarzt" eine Spritze erhalten, die ich noch nie hatte.

100 Punkte.
Ca. 2 Wochen vor der nächsten Spritze bekam ich plötzlich schmerzen in der rechten Brust. Da ich eh zum Spritzen musste, rief ich an und fragte, ob ich vielleicht kurz zur Ärztin könnte. "Ja klar".
Gestern war nun der Tag und ich stand schon mit mäßig starken Unterleibsschmerzen auf. Diese hielten auch an. Beim Arzt angekommen, bekam ich wieder die Spritze, die ich sonst auch bekam. Die Ärztin sagte mir nach reiflicher Untersuchung dann, das die Schmerzen in der Brust von der Spritze kommen. Gut, also nichts schlimmes.

Problem, was ich jetzt habe. Kaum vom Arzt zu Hause angekommen, wurden die Schmerzen schlimmer und ich bekam Blutungen. Keine Schmierblutungen sondern Blutungen. :shock: Mir ist bewusst, das es eine Nebenwirkung der Spritze ist. Aber jetzt kam mir ein ganz anderer Gedankengang.

Meine Ärztin sagte mir damals, das der Wirkstoff der Spritze 6-12 Monate (je nach Frau) im Körper bleibt (also nach dem Absätzen). Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich für eine Spritze von diesem Zwischenarzt bekommen habe und habe jetzt die Angst, das diese falsche Spritze sich jetzt mies mit meiner richtigen Spritze "beißt". Mit Schmerztablette und Wärmekissen auf dem Bauch hab ich die Schmerzen jetzt ganz gut im Griff, aber das ist für mich alles Nebensächlich. Ich bin mit der Spritze ein total Glücklicher Mensch und möchte sie gerne bei behalten. Aber was ist, wenn ich durch die zwei Unterschiedlichen Spritzen meinem Körper jetzt schade?

Zum Glück ziehen wir wieder zurück und ich machte auch promt zwei Termine bei meiner eigentlichen Ärztin. Aber sie konnte mich in keinster Weise irgendwie zwischen schieben, damit ich mit meiner Ärztin sprechen kann. Zum Spritzen kann ich kommen, kein Thema aber zur Ärztin kann ich erst Anfang August und das bereitet mir jetzt schwere Bauchschmerzen. Soll ich die nächste Spritze mir überhaupt geben lassen? Wäre vielleicht eine Pause (Spritze nicht nachsetzen lassen und ein paar Monate gar keine Verhütung nutzen) für mich Sinnvoll?

Ich wollte jetzt erst einmal schauen, wie lange die Blutung und die Schmerzen anhalten. Hätte ich immer die gleiche bekommen und hätte ich die Beschwerden, würde ich die Spritze absetzten und schweren Herzen zurück auf die Pille umsteigen. Aber ich hab für 6 Monate eine andere Spritze bekommen, bei der sich sofort Nebenwirkungen gezeigt hatten und jetzt kann ich das für mich nicht ganz trennen.

Hat jemand schon mal so eine Erfahrung gemacht? Oder weiß Rat? Ich kann mir gerade nicht weiter helfen, da ich noch nicht einmal einen Frauenarzt des Vertrauens habe. Ich weiß das ihr keine Ärzte seit, keine angst.

Danke für die Hilfe.

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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Mondi » 13.04.2012, 20:44

Es gibt tatsächlich zwei Wirkstoffe ,also zwei verschiedene "3-Monats-Spritzen". Die,die ich kenne, ist von Pfizer.
Ich frage mich allerdings, ob die die Folgen der dauerhaften Periodenlosigkeit in ein paar Jahren in Kauf nehmen möchtest ? Wurdest du WIRKLICH über die Folgen aufgeklärt ? Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen,dass eine Frau freiwillig einer Osteophorose-Karriere entgegenspringt - die 3-Monats-Spritze schädigt nämlich die Knochenmineraldichte irreversibel und die Gebärmutterschleimhaut auch (wenn man niemals (mehr) Kinder möchte kein Thema,aber viele wissen das halt nicht).
Hattest du diese starkten Krämpfe auch ohne Pille ??? Ich lese nämlich komischerweise häufiger von Frauen,die unter hormoneller Verhütung Krämpfe etc. haben -was ja irgendwie Ironie Pur ist, weil sie ja gerade darum die Hormone nehmen,um sowas nicht zu kriegen...
Interessantes zu Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen dank Pille und Co : http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =23&t=4147
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Butterfly09
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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Butterfly09 » 14.04.2012, 13:53

Hallo,


Danke für Deine schnelle Antwort.
Wir konnten jetzt in Erfahrung bringen, das die Namen der Spritzen die gleichen sind, angeblich sollen es auch die gleichen sein, aber beide werden anders hergestellt. Mehr konnte ich nun nicht in Erfahrung bringen. Bis auf unwissende und fachkunde Unterschiede in der Apotheke und den Praxen.

Ja, das war mir alles bewusst. Ich musste auch vor der ersten Spritze zum Allgemeinmedizinier und wurde noch mal von meiner Frauenärztin untersucht und aufgeklärt. Ich hatte ohne als auch mit Pille massive Probleme mit meiner Menstruation. Es war so schlimm, das ich oft nicht zur Arbeit konnte. Deswegen sprachen wir einige Jahre später auch die Spritze an, da ich durch die massiven Schmerzen beruflich stark eingeschränkt war und ein Kinderwunsch bei mir mindestens in den nächsten 10 Jahren 100% nicht vorhanden ist.

Wie gesagt, ich hatte bis zur letzten Spritze am Donnerstag keine Blutungen oder ähnlichem gehabt. Zwar ist es nun wieder besser, aber ich frag mich trotzdem, wie das plötzlich kommen kann und ob die unterschiedlichen oder doch gleichen (???) Spritzen jetzt ein Kaos verursacht haben.

Sollte ich die Spritze aus welchen Gründen auch immer nicht mehr vertragen, werde ich sie absetzen. Ganz klar. Ich hab mich zwar auch schon schlau gemacht bezüglich alternativen, aber irgendwie komm ich da nicht auf einen grünen Zweig.

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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Mondi » 14.04.2012, 15:12

Ich finds zwar typisch für die Ärzte...aber versteh halt nicht,wie man -wie in deinem Fall-sehenden Auges den Teufel mitm Belzebub austreibt...um keine Periodenprobleme zu haben, nimmst du dauerhafte Unfruchtbarkeit und ne kaputte Knochendichte in Kauf ? Wie gesagt,typisch Schulmedizin...ein Naturheilkundler würde nach der Ursache für die Periodenprobleme gucken und diese angehen...aber nich das Problem unterdrücken.
Deiner Gesundheit zuliebe solltest du dich wirklich mal in naturheilkundliche Behandlung begeben und diesen ganzen Hormonmist mal weglassen (geh mal auf www.nfp-forum.de, registrier dich da und dann gelangst du in die Abteilung "Menstruation ....", da gibts noch andere Mädels die ähnliche/dasselbe Problem haben wie du und dennoch keine Hormone dagegen nehmen) - weil wie gesagt, was du derzeit tust,ist deine JETZIGE Situation auf Kosten deiner zukünftigen Gesundheit verbessern. Dass man dich wengistens aufgeklärt hat ist gut...gibt viele Mädels da draußen (jup,Mädels, 15jährige), die jahrelang die 3MS bekommen und sich mortz wie freuen keine Periode zu haben,wenn sie dann aber auf einmal ein Kind wollen geht nichts mehr und mit 50 haben sie dann Osteophorose-was ja schulmedizinisch als unheilbar gilt....
Hatte ne Bekannte die hat die 3MS genommen wegen Verhütung und hatte ständig ne Zyste in der Brust und keinen Bock auf Sex...wenn ich sowas höre/lese..dann beneid ich keine um "keine Periode haben" - weil der gesundheitliche Preis den man dafür zahlt viel zu hoch ist....
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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Butterfly09 » 16.04.2012, 15:54

Tut mir leid, aber ich habe nicht nach Nebenwirkungen oder vor und nachteile von Verhütungsmitteln gefragt. Welche vor und nachteile welche Verhütungsmittel haben ist mir bekannt und bewusst.

Ich habe mich damals ausreichend informiert und beraten lassen und die für mich passende Entscheidung getroffen. Auch will nicht jede Frau Kinder haben. Soll ja auch Frauen geben die keine eigenen Kinder wollen.

Meine Frage bezog sich auf Wechselwirkungen verschiedener Verhütungsspritzen und nicht ob es verantwortungslose Ärzte gibt, die "kindern" solche Spritze verabreichen.

Aber ich wage es mal zu bezweifeln hier eine neutrale Meinung zu erhalten.

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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon pampelune » 17.04.2012, 06:29

Tut mir leid, aber ich habe nicht nach Nebenwirkungen oder vor und nachteile von Verhütungsmitteln gefragt. Welche vor und nachteile welche Verhütungsmittel haben ist mir bekannt und bewusst.

Ich habe mich damals ausreichend informiert und beraten lassen und die für mich passende Entscheidung getroffen. Auch will nicht jede Frau Kinder haben. Soll ja auch Frauen geben die keine eigenen Kinder wollen.

Meine Frage bezog sich auf Wechselwirkungen verschiedener Verhütungsspritzen und nicht ob es verantwortungslose Ärzte gibt, die "kindern" solche Spritze verabreichen.

Aber ich wage es mal zu bezweifeln hier eine neutrale Meinung zu erhalten.
Hallo

das sollte ja auch keine Gängelung von Mondi sein,( letztendlich muß jeder selbst wissen was er tut,) sondern nur ein veranschaulichen und zusammenfassen was Ärzte bei uns anrichten können und wie man dann drunter leiden muß.

Du hattest geschrieben, das du dich ausführlich informiert hast, scheinbar nicht denn sonst würdest du dich nicht wundern das die Regel ausbleibt, b.z.w. hättest deinen Arzt gleich vorher befragt, was die Wirkung verschiedener Verhütungsspritzen bewirkt. In diesem Forum sind meistens Frauen die Hormone seit tragen der Mirena verabscheuen.
Dazu zähle ich auch.

Ich kann heute auch nicht mehr verstehen das ich auf solch eine Verhütungsmethode wie die Mirena hereingefallen bin nur um eine bequeme Verhütung zu haben, habe ich Raubbau mit meinem Körper betrieben.
Jahrgang 1962, von März 2007 bis August 2011 Mirena, in einer Beziehung, 2 Kinder

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Mondi
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Re: Wechselwirkungen bei der Dreimonatsspritze

Beitragvon Mondi » 17.04.2012, 15:16

@Butterfly: pampelune hats ja schon anklingen lassen..und auch ich kanns einfach nciht verstehen,wie man so Raubbau an seinem Körper betreiben kann...Ich hab um die unheilbare (schulmedizinisch gesehen) Hautkrankheit die ich dank 1 1/2 Jahren Pille bekommen habe loswerden zu können, UNMENGEN an Geld bezahlt ! Und das,weil ich ein paar Pickel loswerden wollte....Ich weiß also wies is,wenn man meint,man hätte die ideale Lösung für sich gefunden ;-)
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